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Liebes Tagebuch?!

Sonntagmorgen und nun beginnt meine Reise mit diesem Blog erst richtig. Ich versuche ins kalte Wasser zu springen und mich von meinen Gedanken und Gefühlen treiben zu lassen. Also, los gehts:

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Wie ihr ja vielleicht schon wisst, studiere ich Grundschullehramt. Seit einer Woche sind offiziell Semesterferien. Cool, endlich etwas Entspannung könnte man sich da denken. Naja, das wird wohl nichts für mich diese Semesterferien.

Morgen geht das letzte Praktikum meines Studiums los. Auf der einen Seite freue ich mich riesig, endlich wieder in die Schule und nicht nur wissenschaftliches Arbeiten in der Uni. Natürlich ist das wichtig und gehört dazu, aber mein Traum ist es nun mal Grundschullehrerin zu werden und nicht Studentin. Das ist eben nur der Weg zum Ziel und mit jedem Semester und jedem Praktikum komme ich meinem Ziel ein Stückchen näher.

Für mich war eigentlich immer klar, dass ich Abi machen möchte, keine Ahnung wieso, aber ich habe für mich keinen anderen Weg in Betracht gezogen. Und da ich nun Grundschullehrerin werden möchte, ist es ja auch der einzige Weg, denn man sollte das schließlich studieren! 😉  Für mich ist es einfach wunderschön die Kids auf ihren ersten Schritten in der Schule zu begleiten, sie teilweise auch zu prägen (Ich kenne keinen, der seine Grundschullehrerin nicht mehr kennt 😉 ) und das Strahlen in den kleinen Kinderaugen zu sehen, wenn sie etwas Neues gelernt haben. Ich bin mir durchaus der großen Verantwortung bewusst, die man als Lehrer und besonders auch als Grundschullehrer hat. Dies sind die ersten Erfahrungen, welche die Kinder im System Schule machen und die sollten, wenn möglich recht schön und lehrreich werden, damit sie auch auf ihrem weiteren Schulweg noch Spaß am Lernen haben und das erreichen können, was sie sich wünschen.

So war es zumindest bei mir. Obwohl ich in der Grundschule drei verschiedene Grundschullehrerinnen hatte, war es für mich eine super tolle Zeit! Ich habe meine Lehrerinnen geliebt und wurde immer darin bestärkt nie den Mut und die Kraft zu verlieren für das zu kämpfen, was ich erreichen möchte. Für mich war es nicht von Anfang an klar, dass ich Lehrerin werden möchte, mein Papa hatte die Idee (Er kennt mich wirklich gut! 😀 )! Heute kann ich dafür nicht dankbarer sein, denn durch ihn habe ich wirklich meinen Traumberuf gefunden. 🙂

Zurück zu dem, was ich eigentlich erzählen wollte:

Da dieses Praktikum von der Uni organisiert  und Pflicht ist, hat man dazu natürlich auch eine passende Vor- und Nachbereitungsveranstaltung, die man besuchen muss. Hier bekommt man viele praktische Tipps, versucht ein paar theoretische Sachen, die man in der Uni gelernt hat anzuwenden und bereitet sich darauf vor, Unterrichtseinheiten zu planen und alles was nun mal dazugehört. Während dieses Praktikums haben wir parallel noch die Nachbereitungsveranstaltung. Das heißt, dass wir an manchen Tagen nach der Schule noch bis abends in die Uni fahren. Ich bin super froh, dass wir das parallel machen. Man kann sich einfach viel besser austauschen und gegenseitig unterstützen, wenn man unsicher ist oder Probleme hat.

Jedoch ist das für mich auch jedes Mal wieder besonders anstrengend. Die Zeit in der Schule ist besonders, die Kinder sind neugierig und lassen dich keine Minute aus den Augen. Man ist schließlich erstmal die Neue, ist interessant und man wird getestet. Zudem müssen noch Aufgaben für die Uni erledigt werden und man hat selbst am Wochenende eigentlich immer was zu tun. Versteht mich bitte nicht falsch, ich mache das gerne, mir macht das Spaß, aber manchmal ist Uni und Schule gleichzeitig doch eine große Belastung für mein Herz. Das habe ich bereits bei meinem letzten Praktikum gemerkt. Ich war andauernd müde, kam nie richtig zur Ruhe und war immer unter Strom. Das hat natürlich dazu geführt, dass ich krank geworden bin. In solchen Momenten kann ich meinen Körper wirklich nicht ausstehen! 😀 Ich weiß, dass mir mein Herz dadurch signalisiert, dass jetzt mal Schluss ist, dass ich dringend eine Pause brauche, aber kann es damit nicht warten, bis das Praktikum vorbei ist?!  Jedes Mal muss ich dann der Schule und den Lehrern dort erklären, was los ist und dass ich eine Pause brauche. In den wenigstens Fällen ist das ein Problem, sowohl in der Uni, als auch in den Schulen sind meistens alle sehr freundlich und verständnisvoll, aber ich wünsche mir manchmal doch, einfach normal zu sein, dass mein Körper einfach durchhalten kann und ich nicht sobald ich krank bin wirklich zu Hause bleiben muss.

Obwohl ich nun schon eine Weile studiere und auch immer besser gelernt habe selbstbewusst mit meinem Herzfehler umzugehen, fällt es mir doch immer noch schwer auf meinen Körper zu hören. Ich muss mich immer wieder daran erinnern, dass es gut ist, dass mein Körper mir diese Signale sendet (Oder C. muss mich daran erinnern! 😀 ) und dann auch auf diese Signale hören und sie nicht aus purer Sturheit ignorieren. Aber ich glaube, dass ich diesem Ziel mit jeder anstrengenden Erfahrung einen Schritt näher komme.

Ich bin unglaublich aufgeregt und gespannt, wie es ab morgen in der Schule ist. Wie die Schüler so drauf sind, wie sie auf mich reagieren und wie die Schule allgemein so ist. Es werden bestimmt anstrengende, aber auch wunderschöne fünf Wochen und ich werde euch bestimmt berichten, wie es so für mich läuft! 🙂

Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Sonntag!

❤ Elli 🙂

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