Allgemein · Tagebuch

Das war so klar….

Hallöchen 🙂

Ich habe die ersten Tage in meiner Praktikumsschule hinter mich gebracht und würde euch natürlich gerne ein bisschen davon berichten. Deswegen habe ich die erste Woche hier versucht zusammenzutragen. 😉

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Tag 1:

Gerade der Anfang ist immer super anstrengend. Alles ist neu, neue Kollegen, neue Umgebung, neue Schüler und da steht man ja den ganzen Tag unter Strom. Es muss alles neu entdeckt werden und man ist immer ein bisschen in Habachtstellung, will alles aufsaugen und die ganzen neuen Informationen und Namen schnell und richtig merken. Am allerersten Tag war dann in der Schule noch eine außerplanmäßige Veranstaltung, was natürlich auch für die Kollegen eine Ausnahmesituation ist. Dadurch war alles ein bisschen chaotisch und man hat als uninformierte Neue gefühlt nur im Weg gestanden. 😛 Ich habe auch direkt mit meinem Mentor darüber gesprochen, wie das gehandhabt wird, falls ich vermehrt krank werden sollte. Bis jetzt habe ich immer die Erfahrung gemacht, dass einem immer recht viel Verständnis entgegengebracht wird, wenn man direkt am Anfang alles klärt. Auch wenn es mir jedes Mal aufs Neue unglaublich unangenehm ist, unbekannten von meinem Herzfehler zu erzählen. Ich habe dann immer das Gefühl, so einen Mitleidsbonus zu beanspruchen, auch wenn das natürlich gar nicht meine Absicht ist. :-/

Nach dem Schultag hatten wir dann noch Nachbereitung in der Uni. Dort haben wir die ersten Eindrücke besprochen, gefragt ob alles okay ist oder schon Probleme aufgetreten sind, außerdem sind wir noch ein paar wissenschaftliche Texte durchgegangen und aufgrund dessen ein paar Details für den Praktikumsbericht besprochen, den wir im Anschluss an diese Zeit schreiben müssen. Das ging dann so lange, dass ich erst um sechs Uhr nach Hause gekommen bin und dann jetzt auch ziemlich im Eimer bin. Da ich natürlich gestern, pünktlich zu Beginn des Praktikums, etwas kränklich geworden bin, liege ich jetzt todmüde auf dem Sofa und kann es kaum erwarten, nachher ins Bett zu gehen! 🙂 Aber ich freue mich auch riesig auf Morgen, dann ist alles bestimmt ein bisschen geordneter und ich kann richtig als Lehrerin loslegen! 🙂

Tag 2:

Habe ich schon erwähnt, wie sehr ich diesen Job liebe? Obwohl ich schon seit Sonntagabend am Kränkeln bin und schon vorab beschlossen hatte, dass ich heute etwas früher nach Hause gehe um hoffentlich schnell wieder fit zu werden, konnte ich nicht anders als zu Grinsen, sobald ich in „meine“ Klasse kam. Ich freue mich jedes Mal aufs Neue, in die aufgeregten Augen der Kinder zu schauen. Nachdem ich dann vorgestellt wurde, ging es auch gleich los. Es war alles etwas chaotisch, da eine Kollegin krank war und wir somit eine zweite Klasse aufteilen mussten. Auf dem Stundenplan stand Mathe, Umrechnen von Maßeinheiten wie Zentimeter, Millimeter und Meter und ich war direkt in meinem Element. Dachte mir verschieden schwere Aufgaben aus und half wo es benötigt wurde. Die Kids einer dritten Klasse haben mich sofort akzeptiert und ich wurde sofort eingespannt. Herrlich! 🙂 😍

Nach wenigen aufregenden, aber auch sehr anstrengenden Stunden habe ich mich dann auf den Weg nach Hause gemacht. Ich hatte direkt ein schlechtes Gewissen, war traurig und habe mich geärgert, aber ich wusste, dass es weder mir, noch den Kids was bringen würde, wenn ich total krank versuche zu unterrichten. Ich möchte ja weder Schüler noch Kollegen anstecken. Also bin ich nach Hause und habe mich hingelegt. Ganz vorbildlich wie ich finde! 😉

Tag 3:

Es wurde leider nicht besser. Im Laufe des Tages habe ich also beschlossen, am folgenden Tag nicht zur Schule, sondern zum Arzt zu fahren. 😦 Ich ärgere mich immer noch. Die erste Woche im Praktikum und schon krank. Kaum angekommen und schon wieder weg.😒 Ich weiß, dass es vernünftiger ist und, dass ich auch nichts von diesem Praktikum habe, wenn ich krank bin.

Jedoch habe ich jedes Mal wieder total ängstlich, wenn ich in der Uni krank bin. Ich bin total erleichtert, dass ich an der Uni Frankfurt einen Nachteilsausgleich für die Fehlzeiten habe. Das bedeutet, dass ich nicht an die vorgegebenen Fehlzeiten gebunden bin, sondern die Dozenten diese zu meinen Gunsten sozusagen ausweiten können. Dies ist jedoch von Dozent zu Dozent unterschiedlich wohlwollend ausgelegt und so habe ich jedes Mal Angst, dass mein Krank sein Konsequenzen mit sich trägt. Besonders die Zeit im Praktikum ist hier außergewöhnlich. Auch hier hat man eine gewisse Anzahl an Tagen, die man fehlen darf. Auch hier gilt mein Nachteilsausgleich und auch hier ist es von der Schule und den Lehrern abhängig, inwieweit diese einem entgegenkommen möchten.

Jetzt versuche ich erstmal mich davon nicht beeinflussen zu lassen und mich darauf zu konzentrieren gesund zu werden. Nächste Woche werde ich dann mit meiner Krankschreibung alles weitere in der Schule klären. Ich kann es auf jeden Fall nicht abwarten, endlich gesund zu sein und in die Schule zurückzugehen!! 🙂

Auf bald, Elli ❤

 

 

 

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2 Kommentare zu „Das war so klar….

  1. Kurier Dich schön aus, liebe Elli. Du weißt ja selbst, dass das Beste ist, was Du tun kannst. Ich kann Deine Sorgen und Bedenken aber sehr gut nachvollziehen – auch die Sache mit dem Mitleidsbonus. Da wir eine Elterninitiave sind, hab ich gleich als das Kleine Wunder im Kindergarten anfing, den Vorstand und die Erzieher*innen informiert, dass ich nicht so leistungsfähig bin aufgrund meiner Erkrankung. War mir auch super unangenehm.
    Aber es war richtig! Anfangs hatte ich noch ein Elternamt, aber es hat sich bald gezeigt, dass ich es neben Arbeit und Kind einfach nicht schaffe. Und ich kam dann nicht in Erklärungsnot, sondern es war gar kein Ding, dass ich da ausgestiegen bin.
    Die Situation ist mit Deiner natürlich nicht so richtig vergleichbar, aber das kam mir dazu in den Sinn.
    Ich habe es in meinem Arbeitsleben übrigens schon oft erlebt, dass Azubis und Praktikant*innen gleich in der ersten Woche krank wurden. Ist wohl nicht so ungewöhnlich. Die Anspannung und Aufregung ist ja im Vorfeld auch schon groß. Mach Dir nicht so einen Kopf, bald bist Du wieder fit! Gute Besserung! 🙂

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    1. Danke! 🙂
      Ja, ich weiß es und versuche mich immer wieder daran zu erinnern. Und dann ärgere ich mich wieder, weil ich mich so darauf gefreut habe, es von Anfang an super machen wollte und alles genießen und mitnehmen wollte. Aber es ist ja zum Glück nur die erste Woche und ich freue mich schon, darauf die nächsten Wochen zu genießen! 🙂

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