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Der Winterpalast – Eva Stachniak

Allgemeines:
Titel: Der Winterpalast
Autor: Eva Stachniak
Artikelnummer: 978-3-458-35970-8
Preis: 9,99€ [D] 10,30€ [A]
Seitenzahl: 532
Verlag: Suhrkamp
Gelesen vom 09.03.2017 bis 17.03.2017

Der Winterpalast.jpg
Suhrkamp

Inhalt:
Warwara kommt als Waise und Tochter eines Buchbinders an den kaiserlichen Hof. Da sie gelernt hat besonders genau hinzuhören und zu beobachten, gelangt sie bald in den Dienst von Kaiserin Elisabeth, welche Warwara als ihre Augen und Ohren in ihren Dienst stellt.
Als dann die junge Sophie von Anhalt-Zerbst – später Katharina die Große – an den russischen Hof kommt um den Großfürsten zu heiraten, braucht diese Vertraute und Verbündete. Warwara wird zu ihrer engsten Vertrauten und begleitet ihre Freundin auf ihrem Weg zur Kaiserin.

Meine Meinung:
Eva Stachniaks Schreibstil ist recht einfach gehalten. Das Buch bleibt ohne „Schnörkel“ oder andere Besonderheiten, ist jedoch gut zu lesen.
Der Einstieg ist ihr sehr gut gelungen. Es begann wirklich sehr spannend und geheimnisvoll und ich habe daher mit Spannung weitergelesen.
Jedoch setzte sich dieser positive Eindruck nicht fort.
Die Protagonistin Warwara macht, außer auf den letzten 10 Seiten, keine für mich erkennbare Entwicklung durch, ich konnte mich leider gar nicht mit ihr identifizieren oder ihr Verhalten nachvollziehen. Außerdem war sie meiner Meinung nach auch keine besonders sympathische Person.
Allgemein hatte ich das Gefühl alles nur oberflächlich erfahren zu haben. Es gab unglaublich viele Charaktere, die von Bedeutung für die Handlung waren, jedoch hatten diese teilweise schwierige Namen und wurden oft nur knapp „vorgestellt“. Daher fiel es  mir oft schwer sich daran zu erinnern, wer dieser oder jener Graf noch einmal war, welche Bedeutung oder Rolle er hat, was meinen Lesefluss leider spürbar störte.
Es ist an sich kein unendlich schlechtes Buch, aber es ist auch nicht wirklich viel passiert, nichts worauf man mit den Charakteren hingefiebert hat. Falls dann doch ein spannendes Ereignis aufkam, wurde alles nur recht oberflächlich behandelt und dann war es gefühlt auch wieder sehr schnell vorbei.
Das Ende hat mich zwar auch nicht begeistert, aber ich fand, dass Warwara in den letzten 10 Seiten eine Entwicklung durchgemacht hat, welche mir gut gefallen hat. Leider konnte diese Entwicklung das Buch aber auch nicht mehr retten.

Fazit:
Da es mir teilweise wirklich schwer fiel weiterzulesen, ich das Gefühl hatte nicht voran zu kommen und aufgrund der Oberflächlichkeit der Geschichte, muss ich leider sagen, dass es mir wirklich nicht gut gefallen hat.😐

Daher kann ich hier nur 2 Herzen vergeben:
2 Herz

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