Allgemein · Herzgeschichten

The struggle of being a teen

In der Teeniezeit ist alles doof. Man selbst vergleicht sich mehr denn je mit anderen, ist nie gut genug, sieht nie gut genug aus und bei dem Mädchen da vorne sieht sowieso einfach alles besser aus als bei dir.
Wenn man dann auch noch chronisch krank ist, macht es das nicht gerade einfacher.

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Teenie Elli mit 15(?)

Auch in meinem Fall war diese Zeit für mich besonders schwer. Ich konnte nie so cool, toll und lange tanzen wie die anderen, auch so viel Party machen ist mir schwer gefallen. In der Zeit testet man sich aus, erlebt viele verrückte Sachen, tanzt sich nächtelang die Füße wund und kommt körperlich an seine Grenzen.

Ich wollte trotz meines Herzfehlers mithalten, nicht hinterherhängen und alles mitmachen. Natürlich hat man auch gerade in dem Alter Angst uncool zu sein, nicht mehr dazuzugehören.
Also habe ich alles mitgemacht, alles mitgenommen wie die anderen auch. War auf Übernachtungspartys, war heimlich am Wochenende in der Disko und habe mich genauso ausprobiert wie die anderen Mädels in meiner Clique auch.
Dass das nicht unbedingt gut für mich und meinen Körper war weiß ich mittlerweile, wusste ich wahrscheinlich auch da schon, aber in dem Alter ist das einfach nochmal was anderes, man möchte sich nicht eingestehen, dass man in dem Punkt vielleicht etwas anders ist, der Körper andere Bedürfnisse hat.

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Elli mit ca. 17(?)

Auch was den Körper selbst angeht ist es gerade in dem Alter wirklich schwierig. Als Mädchen hat man ja wirklich schon mehr als genug Baustellen, über die man sich Gedanken macht, wenn man dann auch noch Narben hat, die einem nicht gefallen, fühlt man sich erst wirklich schlecht. Das ging bei mir damals so weit, dass ich mit meiner Mama zusammen zu einer Spezialistin gefahren bin, die auf das Entfernen von Narben spezialisiert war. Es war fast eine Stunde Autofahrt und im Endeffekt für mich sehr ernüchternd. Um meine Narben zu entfernen, wäre ein erneuter, relativ großer Eingriff nötig gewesen. Damals habe ich noch lange mit dem Gedanken gespielt es durchzuziehen und ich war froh, dass meine Mama sich nicht komplett dagegen ausgesprochen hat, das hätte mein damaliges, stures Teenie-Ich nur dazu getrieben es mehr zu wollen (Jaja, doof, ich weiß! 😛 ). Im Endeffekt habe ich mich dann dagegen entschieden, meine Vernunft hat doch gesiegt und heute bin ich froh drum! Zwar finde ich meine Narben auch heute nicht besonders ästhetisch, aber sie gehören dazu, sind ein Teil von mir und zeigen was ich schon alles geschafft habe.

Was ich damit sagen will. Die Teeniezeit ist meiner Meinung nach so oder so nicht gerade einfach. Man möchte einfach nur dazugehören und wie alle anderen sein. Dass ich das gerade nicht bin, fand ich damals richtig blöd, aber mittlerweile denke ich, dass gerade das eine sehr gute Eigenschaft von mir ist.
Ich bin keine, die jedes Wochenende Party macht, ich genieße lieber die Zeit mit meinem Liebsten, meiner Familie oder Freunden indem wir gemütlich zusammen essen und quatschen. Außerdem geht es einem dann am nächsten Morgen auch nicht so fürchterlich schlecht! 😀

Aber ich bin froh, dass ich damals alles mitgemacht habe, auch wenn es hier und da wahrscheinlich nicht besonders vernünftig war. 😛

Elli ❤

 

 

 

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