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Das Lavendelzimmer – Nina George

Da dieser Monat mit so wunderbarem Wetter angefangen hat, hatte ich das Bedürfnis mir auf unserem Balkon ein Hörbuch anzuhören. Einfach zurücklehnen, entspannen, Augen schließen und einer Geschichte lauschen. Herrlich! Das habe ich dann auch getan! 🙂

Allgemeines:
Titel: Das Lavendelzimmer
Autor: Nina George
Artikelnummer: 978-3-426-50977-7
Preis: 9,99€ [D]
Seitenzahl: 384 Seiten
Verlag: Droemer Knaur
Gehört vom 31.03.2017 bis zum 24.04.2017

Die Enzyklopädie der kleinen Allerweltsgefühle

Nina George Das Lavendelzimmer
Droemer Knaur

Jeder Fehler war sinnvoll, wenn man ihn aus Überzeugung tat.

Inhalt:
Jean Perdu lebt in Paris und verkauft dort auf seinem Bücherschiff Romane als Medizin fürs Leben. Er selbst trauert seit 21 Jahren seiner großen Liebe, Manon, nach und weiß nicht, wie er sich selbst heilen soll. Manon ist damals gegangen als er noch schlief und hat nur einen Brief zurückgelassen, den Perdu nie zu lesen gewagt hat. Bis zu diesem Sommer, welcher alles verändert, und Perdu die Reise seines Lebens antritt….

Ich frage mich, warum so viele Bücher über das Sterben geschrieben werden. Sterben kann jeder. Aber Leben….

Meine Meinung:
Da ich dieses Buch als Hörbuch gehört habe, muss ich zuerst einmal anmerken, dass die Stimme des männlichen Lesers sehr angenehm ist und einen direkt gefangen nimmt. Die Autorin selbst liest auch einen Teil des Hörbuchs, ihre Stimme hat mir zu Beginn nicht so gut gefallen wie die des Mannes.
Allgemein ist es ein unglaublich schönes Buch, was sehr schön geschrieben ist, was gerade durch die angenehme Vorleseweise hervorgehoben und unterstützt wird. Alltägliches wird hier zu etwas besonderem, da es so schön und außergewöhnlich erzählt wird. In den Worten liegt oftmals so viel Sehnsucht, welche die eigene weckt und sowohl traurig als auch schön zugleich ist.
Als Bücherwurm hat mich Jean Perdu mit seiner literarischen Apotheke total angesprochen. Obwohl Perdu sich im Laufe der Geschichte entwickelt, vorankommt und sich öffnet, bleibt er trotzdem in seinem alten Trott und seiner Sehnsucht hängen. Dies lässt einen auf der einen Seite mit ihm mitfühlen, hat mich traurig gestimmt, auf der anderen Seite jedoch hat es mich teilweise aber auch genervt.
Die Stellen, in denen die Autorin Manons Lesetagebuch liest haben mir zuerst gar nicht gefallen. Ich konnte Manons Gedanken nicht nachvollziehen und habe sie eher als unrealistische und teilweise selbstsüchtige Träumerin wahrgenommen, die viel zu spät feststellt, was für sie und im Leben allgemein wichtig ist. Zum Ende hin jedoch konnte ich Manon mehr und mehr verstehen, konnte nachvollziehen wieso sie teilweise so seltsam gehandelt hat und habe quasi mit ihr gelitten.
Der Schriftsteller Max ist meiner Meinung ein sehr sympathischer Charakter, der sich in dem Buch besonders schön entwickelt.
Allgemein sind die Charaktere wirklich besonders und machen durch ihre Art und Entwicklung das Buch auch so außergewöhnlich und schön.

Er hatte das Lieben zusammen mit dem Fehlen ganz tief in sich eingeschlossen.

Fazit:
Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen, an vielen Stellen hat es mich zum Träumen gebracht und an anderen Stellen wiederum hat es zum Nachdenken angeregt. Es ist definitiv eine tolle Reise, auf der man die Charaktere begleiten kann.
Also gibt es hier von mir 4 von 5 Herzen 🙂 :
4-herz

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Ein Kommentar zu „Das Lavendelzimmer – Nina George

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