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Magonia – Maria Dahvana Headley

Vorab vielen Dank an Random House für das Rezensionsexemplar! 🙂

Allgemeines:
Titel: Magonia
Autor: Maria Dahvana Headley
Artikelnummer: 978-3-453-27017-6
Preis: 16,99€ [D] 17,50€ [A]
Seitenzahl: 368 Seiten
Verlag: Heyne fliegt
Gelesen vom 28.04.2017 bis zum 05.05.2017

Magonia
Random House

Inhalt:
Seit Aza klein ist, hat sie eine unbekannte Lungenkrankheit, welche sogar nach ihr, der einzigen Patientin, benannt ist. Die Ärzte stehen vor einem Rätsel, denn Azas Lunge scheint die Luft auf der Erde nicht atmen zu können.
Als sie ihrem besten Freund Jason drei Tage vor ihrem sechzehnten Geburtstag von einem Schiff in den Wolken erzählt, was ihren Namen gerufen hat, gerät alles aus dem Ruder. Aza droht zu ersticken und zu sterben. Als sie dann aufwacht, befindet sie sich in Magonia, dem Reich über den Wolken, und scheint kerngesund zu sein, zum ersten Mal in ihrem Leben kann sie frei und ohne Probleme atmen.
Was Aza jedoch noch nicht weiß ist, dass nun das Schicksal ihrer alten Heimat, der Erde, und Magonia nun in ihren Händen liegt.

Was ist, kann nicht sein. Die Griechen glauben fälschlicherweise an Entstehen und Vergehen, denn nichts entsteht oder vergeht, sondern vielmehr wird es aus Dingen vermischt, die bestehen, und dann wieder getrennt. Daher sollten sie alles Entstehen nennen und Vergehen .

Meine Meinung:
Das Buch wird sowohl aus der Sicht der Protagonistin Aza als auch aus der Sicht von ihrem Freund Jason geschrieben und ist recht einfach gehalten, jedoch angenehm zu lesen. Zu Beginn ist Aza sehr ängstlich, was sie aber nicht nach außen trägt, sondern immer die coole und tapfere mimt. Ihre Emotionen spielen sich größtenteils in ihrem Kopf ab und werden nicht mit den anderen Charakteren, wie ihrer Familie oder Jason geteilt. Jason jedoch kennt Aza so gut, dass sie nicht aussprechen muss, was sie fühlt oder denkt, er weiß es einfach, kennt sie in und auswendig. Nach Außen gibt sich Jason als eher zurückhaltender Witzbold, doch hinter der Fassade steckt ein richtiges Genie, welcher im Geheimen alles für seine Aza tun würde.
Im Laufe des Buchs wird immer wieder deutlich, dass Aza unglaublich naiv ist und auch so handelt. Besonders im entscheidenden Teil in Magonia lässt sie quasi für sich entscheiden, überlegt nicht, welche Konsequenzen ihr Handeln haben könnte und nimmt alles so hin, wie es ihr von anderen gesagt oder aufgetragen wird. Diese Haltung hat mich oftmals sehr geärgert und genervt und macht Aza auch nicht gerade sehr sympathisch.
Jason hingegen fand ich sehr sympathisch. Er gibt sich nicht mit den gegebenen Tatsachen zufrieden, sondern versucht alles um das zu erreichen, was er möchte, widersetzt sich den scheinbar bestehenden Regeln und wächst über sich und das Mögliche hinaus. Wer einen Freund wie Jason hat, muss sich wirklich um nichts mehr Sorgen machen! 😉
Aza entwickelt sich im Laufe des Buchs nicht merkbar, zwar gibt es zwischendurch immer wieder kleine Momente in denen ihre naive Art zu bröckeln scheint, sie diese „unnormalen“ Gedanken aber schnell wieder wegschiebt. Erst am Ende, als Jasons Leben auf dem Spiel steht, erkennt sie was wirklich wichtig ist und widersetzt sich dem ihr Vorgegebenen.
Die Geschichte ist gut durchdacht und es wird eine tolle Phantasiewelt über den Wolken kreiert. Hin und wieder gibt es jedoch Dinge, die einen stocken lassen, da sie unlogisch, unpassend mit dem zuvor gelesenen und Wendungen manchmal zu abrupt und nicht wirklich durchdacht scheinen.

Fazit:
Auch wenn ich Aza nicht sonderlich mochte, war mir Jason umso sympathischer und ich mochte die Geschichte um Magonia sehr. Da sie mich jedoch nicht aus den Socken gehauen und besonders überrascht habt, vergebe ich hier 3,5 von 5 Herzen! 🙂
3, 5 Herz

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