Allgemein · Herzgeschichten

Meine Schulzeit

Meine Schulzeit war toll! Mal abgesehen von den verschiedensten Zickereien in der Clique, Jungsproblemen, Mathe und dem ein oder anderen Lehrer, den man nicht mochte. 😉

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Ich weiß, dass manche Herzchen Probleme in der Schule haben, da viele Lehrer unsicher mit dem Umgang mit herzkranken Kindern sind. Meine Mama hat viele Gespräche mit Klassen- und Sportlehrern geführt und hat auch zu Beginn meist mit der Schulleitung gesprochen, soweit ich mich noch erinnern kann. Die meisten Lehrer waren nach diesem Gespräch sehr verständnisvoll und ich konnte so am Unterricht (besonders beim Sport) teilnehmen, wie es für mich richtig und gut war. Zum Beispiel durfte ich in Sport jederzeit Übungen aussetzen, kurze Pausen einlegen, oder ich habe eine ganze Stunde ausgesetzt, wenn ich mich nicht gut gefühlt habe. Außerdem wurde mein Herzfehler bei der Benotung von besonders ausdauernden Übungen berücksichtigt und ich wurde nie schlecht benotet, wenn ich mein bestes gegeben habe. Natürlich hatte ich auch Phasen, in denen habe ich so lange mitgemacht, bis ich Sternchen gesehen habe und  ich mich mit einer Freundin auf die Bank legen musste. Mir ist schon klar, dass das alles andere als clever war, aber ich denke auch, dass solche Momente zu der Entwicklung dazugehören. Man muss austesten, wie weit man kommt, teilweise möchte man einfach genauso lange auf dem Trampolin springen oder den Parcours ablaufen, wie die Freunde. Jedoch habe ich es nie über die Maße strapaziert und war spätestens am Ende der Sportstunde wieder fit für das nächste Fach.

Auch vor Klassenfahrten, besonders in den Klassenstufen 1-7, hat meine Mama oft mit meinem Klassenlehrer gesprochen. Ich musste an meine Medikamente denken und das ein oder andere beachten. Jedoch war das eigentlich nie ein Problem. Ich bin auf jede Klassenfahrt und jeden Schüleraustausch mitgefahren und hatte Spaß ohne Ende! 🙂

Die einzige, schlechte Erfahrung, die ich in der Schule hatte, war erst in der Oberstufe. Dort hatte ich in der 11. oder 12. Klasse eine Zeit, in der ich öfter krank war und dann natürlich auch im Unterricht gefehlt hatte. Das ist in der Schule normalerweise kein Problem, ich hatte immer eine Entschuldigung von meiner Mama oder meinem Kinderarzt, aber diese eine Lehrkraft schien damit doch irgendwie nicht ganz klarzukommen. Dadurch, dass ich so oft gefehlt habe, konnte ich nicht so mitarbeiten, wie alle anderen, die nicht gefehlt haben. Ich habe immer versucht, so viel ich konnte mitzuarbeiten. Klar ist, dass man auch in der Schule Tage hat, an denen man mehr mitarbeitet und manche, an denen man einfach nicht hinterherkommt, egal ob man gefehlt hat oder nicht. 😛 Als es dann um die mündliche Note ging, sollten wir uns in einem persönlichen Gespräch vorab selbst einschätzen, was ich dann auch gemacht habe. Die Lehrkraft wollte mir aber nur eine vier geben (Was für eine mündliche Note wirklich ziemlich mies ist, wie ich finde 😦 ), mit der Begründung, dass ich ja so viel gefehlt hätte und da könnte man mich nicht besser bewerten. Nachdem ich dann versucht habe mit ihr darüber zu reden und versucht habe verständlich zu machen, dass ich das ziemlich unfair fand, hat mich das sozusagen meine ganze Zeit in der Oberstufe verfolgt. In diesem Fach kam ich einfach nicht auf einen grünen Zweig und nach einer Weile habe ich das auch einfach aufgegeben, weil ich keine Lust hatte mich immer zu rechtfertigen und verteidigen zu müssen.

Im Nachhinein ist das alles natürlich nur noch halb so schlimm und es hat mir jetzt auch nicht außerordentlich geschadet. Es ist nur etwas Negatives, was mir beim Thema Schule, wohl immer im Gedächtnis bleiben wird. Aber das ist wirklich nicht der Rede wert. Ich hatte eine klasse Schulzeit, mit tollen Freunden, tollen Erfahrungen und Erlebnissen. 🙂

Ich freue mich, dass ich auch in Zukunft noch tolle Erinnerungen in der Schule sammeln darf. Diesmal zwar auf der anderen Seite, aber ich glaube, dass es dadurch nicht weniger toll wird! 🙂

Elli ❤

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