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Das Haus in der Nebelgasse – Susanne Goga

Allgemeines:
Titel: Das Haus in der Nebelgasse *
Autor: Susanne Goga
Artikelnummer: 978-3-453-35885-0
Preis: 9,99 € [D], 10,30€[A]
Seitenzahl: 448 Seiten
Verlag: Diana Verlag
Gelesen vom 14.05.2017 bis zum 24.05-2017

„Aber es gibt auch ein London darunter, eine Stadt unter der Stadt. Wir gehen täglich darüber hinweg, ohne je daran zu denken, dass unsere Stadt unter der Oberfläche weitergeht, sich in die Tiefe erstreckt, in längst vergangene Zeiten.“

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Random House

Inhalt:
Matilda Gray ist Lehrerin an einer Mädchenschule in London um 1900. Anders als ihre Kolleginnen versucht sie ihren Schülerinnen in ihrem Unterricht zu zeigen, dass es für sie mehr gibt, als Ehemänner und gepflegte Konversationen. Als eine ihrer Schülerinnen. Laura, plötzlich nicht mehr in der Schule erscheint hat Matilda ein ungutes Gefühl, denn Lauras Vormund scheint etwas hinter seiner glanzvollen Fassade zu verbergen. Laura schickt ihr eine verschlüsselte Botschaft, die Matilda mehr als einmal in Schwierigkeiten bringt. Doch davon lässt sie sich nicht abhalten und beginnt gemeinsam mit dem Historiker Stephen Fleming ein jahrhundertealtes Geheimnis aufzudecken.

Meine Meinung:
Matilda Gray war mir von Anfang an sympatisch und ist ein interessanter Charakter, was nicht nur daran lag, dass sie Lehrerin ist und ich mich daher sehr gut mit ihr identifizieren konnte.
Zur Zeit um 1900 als Frau selbstständig zu sein, als Lehrerin zu arbeiten, war nicht alltäglich und sie hat es sich zur Aufgabe gemacht ihren Schülerinnen zu zeigen, was sie alles erreichen können. Matilda überschreitet sowohl im Unterricht als auch außerhalb Grenzen, da sie sich für die Frauen einfach mehr wünscht und ist so den Frauen ihrer Generation mit ihren Ansichten und Lebensweisen einen Schritt voraus.
Allgemein herrscht in dem Buch eine recht düstere Stimmung, was durch die oft sehr langen und verschachtelten Sätze verstärkt wirkt und nicht immer zu einem guten Lesefluss beiträgt.
Die Geschichte um Matilda Gray, die nach der Arbeit geheime Nachforschungen betreibt und versucht Rätsel zu lösen hat mich ein wenig an Miss Marple erinnert und war meiner Meinung nach mal etwas anderes.
Im Laufe des Buches bahnt sich eine Liebesgeschichte zwischen Matilda und dem Historiker Stephen Fleming an, was ich von Anfang an befürchtet hatte. Kann denn kein Buch ohne romantische Anspielungen auskommen?! Zum Glück blieb dieser Teil aber relativ im Hintergrund, sodass die eigentliche Geschichte nicht dadurch gestört wurde und nur am Ende nocheinmal auf diese Beziehung eingegangen wurde.
Auch gut gefallen hat mir, dass am Ende des Buchs, nach der eigentlichen Geschichte, das vollständige Buch der Katharina Cleland zu lesen war.

Fazit:
Die Idee des Buchs war gut, jedoch manchmal etwas langweilig und in die Länge gezogen. Teilweise konnte ich mir nicht ausmalen was jetzt wirklich so schrecklich war, dass Matilda all diesen Aufwand betrieb und worauf sie eigentlich hinaus will.
Daher bewerte ich das Buch mit soliden 3 von 5 Herzen! 🙂
3 Herz

  • Rezensionsexemplar
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Ein Kommentar zu „Das Haus in der Nebelgasse – Susanne Goga

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