Allgemein · Herzgeschichten

Freizeitpark mit Herzfehler

Besser spät als nie, oder?! 😉
Anfang Mai war ich im Europapark und dachte, dass ein Beitrag über diesen besonderen Tag und im speziellen Freizeitparkbesuche mit Herzfehler vielleicht für den ein oder anderen interessant wäre. 🙂
Processed with VSCO with  presetDiese Schilder, auf denen vor diversen gesundheitlichen Risiken gewarnt wird, kennen wir wohl alle. Auf fast allen ist ein Hinweis für Menschen mit „Herz-Kreislauferkrankungen“, welcher besagt, dass Personen mit einer solchen Erkrankung nicht mitfahren dürfen.
Die Ärzte bestätigen dieses Verbot meist, oder raten von solchen Aktivitäten ab, lassen uns jedoch freie Wahl wie wir es im Endeffekt handhaben möchten.
Daher habe ich aus Interesse mal ein paar andere Betroffene gefragt, wie sie es handhaben, oder was sie aus Erfahrung empfehlen würden.
Hier habe ich unterschiedliche Antworten bekommen. Zum Einen gibt es die, die sowieso keine Achterbahnen mögen (also Thema abgehakt 😛 ), welche die zu viel Angst haben oder vorsichtshalber lieber auf den Rat des Arztes hören und andere, die alles ausprobieren, worauf sie Lust haben, oder sich ihre Grenzen „nur“ rein intuitiv setzen.
Ich kann hier natürlich nur von meinen persönlichen Erfahrungen sprechen, kann und möchte keinen ärztlich fundierten Rat geben, oder gar sagen, dass wir nicht auf den Rat unseres Arzt hören sollen!!
Persönlich würde ich mich daher zur letzten Gruppe, welche ihre Grenzen rein intuitiv setzt und lieber das macht, worauf sie Lust habt. Hier fließt für mich auch eine gewisse Erfahrung, gute Selbsteinschätzung, sowie Unterstützung von Freunden oder Familie mit ein. Ich kann meine Grenzen mittlerweile recht gut einschätzen und habe auch großen Spaß an den Attraktionen in einem Freizeitpark, weshalb ich tendenziell eher daran interessiert bin alles mitzumachen, worauf ich eben gerade Lust habe. Das mache ich aber nicht einfach auf Teufel komm raus, sondern mache mir vorab schon ein paar Gedanken, spreche mit C oder mit Freunden die mitfahren, denn ich möchte, dass es ein schöner Tag wird und nicht, dass sich das alles negativ auf den Tag oder gar auf meien Gesundheit auswirkt.
Hierbei achte ich darauf, dass ich nicht krank oder bereits geplättet von einer anstrengenden Woche solche Aktivitäten plane, denn das würde meiner Meinung nach das Level des für mich Aushaltbaren verringern und dann kann ich es auch gleich sein lassen! 😛 Zudem war ich bereits öfter in Freizeitparks und habe schon die ein oder andere Erfahrung gemacht, weiß was mir Spaß macht und wo meine Grenzen liegen und es mir einfach zu viel ist.
Mein Problem ist meist einfach, dass ich aufgrund der Schnelligkeit und somit der Beschleunigungskräfte, die in diesem Moment auf mich einwirken, keine Luft mehr bekomme. Das halte ich natürlich nur eine gewisse Zeit aus und zusätzlich muss man auch bedenken, dass solche Extremsituationen auch eine extreme und nicht normale Belastung für den Körper darstellen.
Für mich persönlich schließe ich Attraktionen mit Loopings, oder mit extrem hoher Geschwindigkeit (z.B. die Silverstar im Europapark) vorab einfach aus. Hierbei habe ich einfach kein gutes Gefühl. Zusätzlich gibt es, meines Wissens, bei jedem Park eine Art Einstufung, wie extrem oder belastbar die jeweilige Achterbahn ist. Auch hieran orientiere ich mich gerne und finde, dass es einen guten Überblick gibt. Bestimmte kann ich von Beginn aufgrund ihrer Einstufung bereits ausschließen, bei anderen, bei denen ich mir unsicher bin, fahren auch gerne meine Freunde zuerst eine Runde alleine und sagen mir dann, wie sie diese Bahn einschätzen, ob sie zu doll ist oder durchaus für mich im Bereich des machbaren.
Ich habe zum Beispiel auch kein Problem damit, vor manchen Attraktionen zu warten, während die anderen eine Runde fahren. Meistens bin ich sogar ganz froh, wenn ich eine kleine Pause bekomme! 😉

Fakt ist, dass ich nach einem solchen Tag definitiv spüre, dass ich mit meinem Körper an meine Grenzen gekommen bin, ich bin einfach schlapp, müde und auch am Tag darauf kann man mit mir nicht besonders viel anfangen.
Wenn man sich aber des Risikos bewusst ist, seinen Körper und dessen Grenzen kennt denke ich, dass man auf diesen Spaß nicht verzichten sollte.

Wie handhabt ihr das in solchen Situationen? (Falls ihr betroffen seid)

Auf bald,

Elli ❤

 

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