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Die verbotene Zeit – Claire Winter

Allgemeines:
Titel: Die verbotene Zeit*
Autor: Claire Winter
Preis: 19,99€ [D], 20,60€ [A], 26,90 CHF
Seitenzahl: 576 Seiten
Artikelnummer: 978-3-453-29168-3
Verlag: Diana
Gelesen vom 03.09.2017 bis zum 07.09.2017

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Random House

Inhalt:
Clara lebt im Jahr 1975 in London und muss sich nach einem schweren Autounfall, bei dem sie die Erinnerungen der letzten Monate verloren hat, erholen. Doch schnell merkt sie, dass etwas nicht stimmt, ihr Mann Tom belügt sie und sie setzt alles daran die verlorene Zeit zu rekonstruieren, auch ohne dessen Hilfe. Dabei trifft sie auf den Journalisten David Grant, der ihr mitteilt, dass sie zuvor auf der Suche nach ihrer vor 16 Jahren verschwundenen Schwester gewesen ist. Kann sie einem fremden mehr Glauben schenken als ihrer Familie? Die Suche führt Clara in die Vergangenheit, in das Berlin der Dreißigerjahre, zu einer unglaublichen Freundschaft, einer verbotenen Liebe und einer schrecklichen Schuld….

Meine Meinung:
Ich habe schon einige Romane gelesen, in denen verschiedene Geschichten und Biografien aus unterschiedlichen Zeitspannen miteinander verknüpft wurden und miteinander zusammenhängen. Daher war ich vorab etwas skeptisch, ob dies eine Geschichte sein könnte, die mich trotz allem packt. Doch Claire Winter hat es geschafft mich innerhalb kürzester Zeit in Claras Welt eintauchen zu lassen, sodass ich mich kaum davon lösen konnte.
Das Buch selbst hat relativ kurze Kapitel, was ich als „Kapitelleserin“ sehr gut finde. Dadurch hatte ich die Möglichkeit zwischendurch innezuhalten und das zuvor gelesene zu verarbeiten, was ich zwischendurch aufgrund der Tragik der Geschichte durchaus gebraucht habe. Trotz allem stören diese Kapitel den Lesefluss nicht und man kann auch nahtlos weiter lesen.
Claire Winters Schreibstil war nicht außergewöhnlich prägnant, wie beispielsweise der Walters Moers, aber so gut, dass die Zeilen und Seiten nur so dahin geflogen sind.
Bereits der Prolog war spannend, kurz und direkt auf den Punkt, sodass ein sehr guter Start ins Buch gelungen ist.
Die miteinander verknüpften Geschichten waren spannend, verrückt und trotz allem nicht im Geringsten unglaubwürdig oder albern. Für jedes unglaubliche Ereignis wurde eine gute Erklärung dargelegt und die Geschichte war durchweg glaubwürdig.
Die Charaktere waren gut beschrieben und man konnte sich in jeden einzelnen sehr gut hineinversetzen, auch wenn man deren Gedankenstränge nicht unbedingt nachvollziehen oder gut heißen musste… 😉
Besonders Clara als Protagonistin und starke Frau war mir sympathisch.
Außerdem fand ich es sehr gut, dass hier nicht die Liebesgeschichte zwischen Clara und David in den Vordergrund gerückt ist. Diese wurde meist eher zwischen den Zeilen deutlich und erst ganz am Ende, auf den letzten paar Seiten, offensichtlich. Dadurch wurde die eigentliche nicht gestört oder ist gar in den Hintergrund gerückt, sondern war stets präsent und im Mittelpunkt.

Fazit:
Für mich war das ein durchweg unglaublich gutes Buch, welches mich immernoch nicht los lässt. Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen und kann hier daher nur 5 von 5 Herzen vergeben!! 🙂
5 Herz

 

*Rezensionsexemplar
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