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Die Buchmalerin – Beate Sauer

Allgemeines:
Titel: Die Buchmalerin
Autor: Beate Sauer
Seitenzahl: 537 Seiten
Preis: 12,00€ [D]
Artikelnummer: 9783442468959
Verlag: Grafit
Gelesen vom 07.09.2017 bis zum 11.09.2017

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buecher.de

Inhalt:
Im Westen des Deutschen Reiches, zu Beginn des Jahres 1235 n. Chr.: Seit vier Jahren befindet sich Donata, eine junge Buchmalerin, auf der Flucht vor der Inquisition, als sie zufällig Zeugin wird, wie Kardinal Enzio von Trient den Inquisitor Gisbert ermordet. Enzio soll eigentlich ein Bündnis vermitteln, das zum Ziel hat, Kaiser Friedrich II. zu stürzen und Papst Gregor IX. zur alleinigen Vormachtstellung im Abendland zu verhelfen. Doch der Kardinal verfolgt seine ganz eigenen Pläne – er will selbst den Papstthron erringen. Als Enzio entdeckt, dass Donata den Mord beobachtet hat, lässt er nach ihr als Ketzerin suchen. Und noch jemand wird auf Donata aufmerksam: Roger, ein Kundschafter Friedrichs, der sich an die Fersen des Kardinals geheftet hat und nun dessen Pläne durchkreuzen will. Zunächst weiß Donata nichts von ihren neuen Häschern, und als sie davon erfährt, ist es zu spät: Längst ist sie die Schlüsselfigur in einem perfiden Intrigenspiel und es geht nicht mehr allein darum, ihr eigenes Leben zu retten …

Meine Meinung:
Der Einstieg in das Buch fiel mir recht schwer. Ein nahtloser und nicht direkt erkennbarer Wechsel zwischen Erzählperspektive in der dritten Person und Gedankengänge der verschiedenen Charaktere in der ersten Person haben mich sehr verwirrt, sodass ich einige Passagen mehrmals lesen musste.
Die Geschichte, in der Donata vor dem Kardinal Enzio von Trient flieht ist sehr spannend und auch die historischen Aspekte haben mir sehr gut gefallen. Jedoch hatte ich das Gefühl, dass sich die Geschichte zu Beginn teilweise etwas gezogen hat und sich die Ereignisse gegen Ende sehr schnell überschlagen hatten, sodass gerade der sehr spannende Teil des Buchs relativ kurz war im Vergleich zu der ganzen Geschichte.
Die Charaktere waren gut ausgeführt und so lebendig beschrieben, dass man die Gesichter quasi vor sich sehen konnte.
Auch hier wurde eine Liebesgeschichte eingebaut, die auf der einen Seite nicht zu aufdringlich und nicht im Vordergrund war, was mir sehr gut gefallen hat, zum Anderen aber auch etwas lieblos und seltsam erschien. Besonders das Ende war dahingehend ziemlich dramatisch und einfach ein bisschen zu viel.

Fazit:
Allgemein hat mir das Buch und die mittelalterliche Geschichte rund um Donata und auch Roger gut gefallen. Da mir aber gerade der Anfang etwas zu langatmig und das Ende etwas zu viel „Mittelalter-Dramatik“ hatte, vergebe ich 4 von 5 Herzen! 🙂
4-herz

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