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2017 – Du warst so gut zu mir!!

2017 – Was für ein Jahr! Wenn ich ehrlich sein soll, war dieses Jahr eines meiner besten seit langem. Es sind so viele unglaublich tolle Sachen passiert, große Dinge, mit denen ich niemals gerechnet hätte, kleine Erfolge stellen sich ein und trotz mancher Rückschläge oder schlechter Erlebnisse, würde ich behaupten, dass ich 2017 und dessen Ereignisse wahrscheinlich niemals vergessen werde.

Zuerst muss erwähnt werden, dass dieser Blog am 18. Februar diesen Jahres gestartet ist. Lange habe ich da schon mit dem Gedanken gespielt so etwas zu starten. Vor allem, weil ich auf Menschen aufmerksam machen möchte, die wie ich eine körperliche Behinderung – einen Herzfehler –  haben, den man eben nicht auf den ersten Blick sehen kann. Ich möchte Mut machen, von den Guten und den schlechten Momenten berichten, zeigen, wie schön das Leben mit einem halben Herzen nun mal sein kann! 🙂
In diesem Rahmen, konnte ich schon viele meiner Erfahrungen und Geschichten teilen und bin sogar im Herzfenster des Bundesverbandes herzkranker Kinder erschienen! 🙂  Für mich immer noch unglaublich, dass sie mich angeschrieben haben.

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Unitechnisch war das Jahr ziemlich anstrengend und durchwachsen. Zu Beginn des Jahres hatte ich mein letztes Praktikum, was ich an einer Schule in Frankfurt absolvieren musste. Leider bin ich dort an einen keinen netten Mentor geraten, der mir die Zeit dort ziemlich zur Hölle gemacht hat. Rückblickend muss ich aber sagen, dass ich echt stolz auf mich bin, dass ich das alles trotzdem durchgezogen habe und mich nicht aus Trotz oder Ärger auf seine Ebene begeben habe. Also ein weiterer Beweis, dass man selbst aus der negativsten Erfahrung Positives schöpfen und wachsen kann! 🙂
Trotz riesengroßer Angst vor meiner letzten großen Matheklausur im Sommer vor dem ersten Staatsexamen, habe ich auch das gemeistert und bin immer noch stolz wie Oskar, dass ich diese Klausur überstanden und vor allem BEstanden habe! 😉
Definitiv eines meiner Highlights dieses Jahr! 😉

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Im Frühling und Sommer habe ich mich öfter mal in der Küche ausgetobt und diverse Limonaden und Sirups (ist das wirklich die Mehrzahl?! 😀 ) ausprobiert. Bis heute bin ich super froh, über die eingefrorenen Würfel meiner Lavendellimonade, die diesbezüglich definitiv mein Favorit war und ist! 🙂

Im Sommer ist dann das unfassbare passiert – C hat mich gefragt, ob ich ihn heiraten möchte und mir auf dem Gelände des Schloss Moritzburg einfach den perfekten Antrag gemacht! 🙂 Seitdem steht unser Leben ziemlich auf dem Kopf, vieles dreht sich um das Thema Hochzeit, nächstes Jahr im Juli werden wir heiraten und das möchte natürlich geplant werden. Eine ziemliche Herausforderung muss ich sagen! Es gibt so viele Möglichkeiten. Ich habe allgemein sowieso schon Probleme mich zu entscheiden, mich auf etwas festzulegen und gerade im Bereich Hochzeit gibt es 1001 Möglichkeiten. Zum Glück behält C immer einen kühlen Kopf und holt mich etwas auf den Boden zurück, wenn ich mal wieder das Gefühl habe vor lauter Entscheidungen zu explodieren! 😀
Daher haben wir im Sommer während des Familienbesuchs im hohen Norden auf der Insel Usedom einige Hochzeitssachen geklärt. Wir haben beschlossen dort am Meer zu heiraten und haben daher unseren kleinen Familienbesuchsurlaub dazu genutzt Locations anzuschauen, Fotografen und Co zu finden und die ersten großen Entscheidungen zu fällen.
Nachdem also dort die ersten Entscheidungen wie das WANN und WO geklärt waren, haben wir uns zu Hause direkt mit den Einladungen beschäftigt, da es für fast alle Gäste eine ziemlich weite Anreise bedeutet, wollten wir sie früh genug darauf vorbereiten! 😉
Da ich als baldige Grundschullehrerin sowieso einen Hang zum Basteln und Selbermachen habe, haben wir beschlossen unsere Hochzeitseinladungen selbst zu machen. Und wir sind mit dem Ergebnis wirklich zufrieden und glücklich unseren Gästen so etwas wirklich persönliches zuschicken zu können. 🙂

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Außerdem hatten C und ich dieses Jahr unseren ersten richtig entspannten Urlaub. Bis jetzt haben wir es nie geschafft mal eine Woche irgendwo ins Warme zu fliegen und uns einfach nur zu entspannen und die Zeit zusammen zu genießen – bis jetzt! 😉 Wir sind für eine Woche nach Kreta geflogen und ich muss sagen, dass das wirklich die pure Entspannung war.

Zum Ende des Jahres habe ich dann auch noch wieder angefangen zu reiten. Angesteckt durch die überraschende, von C eingefädelte, Reitstunde auf Usedom, hat mir das einfach keine Ruhe gelassen. Ich weiß, dass ich es mir und meinem Herz eigentlich sehr gut tun würde, wenn ich mehr Sport mache, aber bis dahin habe ich nie wirklich etwas gefunden, was mir Spaß macht, nichts habe ich wirklich lange durchgehalten, geschweige denn mit wirklichem Spaß gemacht. Seit November habe ich also eine Reitbeteiligung, bin mindestens zwei Mal die Woche auf dem Hof, mache dort Stallarbeiten und gehe natürlich auch reiten. Bereits in der kurzen Zeit merke ich, wie gut mir das tut. Ich bin bei Wind und Wetter draußen, baue Kondition und Muskeln auf!

Ich habe das Gefühl, dass es mir im Moment so gut geht, wie schon lange nicht mehr. Das haben mir meine Ärzte während meiner letzten Kontrolle im November auch bestätigt, sodass ich nun für ein halbes Jahr eines meiner Medikamente probeweise absetzen kann. 🙂

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2017 war ein wundervolles Jahr für mich und ich denke, dass 2018 mindestens genauso gut wird!

Auf bald,

Elli ❤

 

 

 

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