Allgemein · Bücherkram

Mein Lesejahr 2017

„Freiheit beginnt in den Gedanken […] Und nicht selten endet sie ebenda.“ Herz aus Nacht und Scherben

Auch dieses Jahr hatte ich die Möglichkeit in viele Geschichten und Personen abzutauchen, meinem Alltag zu entfliehen und meiner Phantasie freien Lauf zu lassen. Zwar hatte ich hier und da – und vor allem am Ende des Jahres – dezente Leseflauten, aber gewisse Geschichten schaffen es immer wieder mich voll und ganz in ihren Bann zu ziehen. 🙂
Daher möchte ich am Ende des Jahres, oder Beginn des neuen Jahres ÄNDERN einen Überblick gewinnen, meine Highlights und Flops heraussuchen und natürlich auch ein paar Zahlen niederschreiben. Also, los gehts! 😉

„Nächte haben ihre eigenen Gesetze und eines von Ihnen ist, dass sie Dinge größer erscheinen lassen, als sie bei Tageslicht besehen vorkommen.“ Die längste Nacht

Bücher insgesamt:  42 Bücher
Seiten insgesamt: 21.714 Seiten
Seiten pro Tag:
59,5 Seiten pro Tag

„Erwachsene halten sich auf Wegen. Kinder gehen auf Kundschaft.“ Der Ozean am Ende der Straße

Jahresflop:
Damit nach diesem Beitrag das Positive bleibt und nicht das Negative, möchte ich zuerst meine Flops nennen, bevor ich mich an meinen Highlights erfreuen kann! 😉
Hier kann und möchte ich jedoch nur ein Buch nennen. Das erste Mal habe ich ein Buch gelesen, was mir so wenig gefallen hat, dass ich nur ein Herz vergeben habe und das eine kam nur zu Stande, weil ich es nicht übers Herz bringen würde keines zu vergeben! 😀
Die zwei Seiten meines Herzens ist ein Buch, in dem sich ein Klischee an das nächste reiht. Nichts an der Geschichte hat mich überrascht, alles war vorhersehbar. Am Ende der Geschichte wurde versucht durch eine Kehrtwendung in der Geschichte diese zu retten, wodurch für mich jedoch nur ein weiteres Klischee aufgetreten ist und selbst die wenigen guten Stellen der Geschichte wurden dadurch noch belangloser und absurder. Leider wirklich keine Leseempfehlung! 😦

„Und Kinder, wie die Zeit vergeht,
jetzt bin ich nicht mehr ganz so klein.
Aber Erwachsenwerden heißt ja nicht,
dass ich aufhören muss, ein Kind zu sein.“
Eines Tages Baby

Jahreshighlights:
Beim Durchschauen meiner ganzen gelesenen Bücher, habe ich festgestellt, dass ich wirklich viele gute Bücher dieses Jahr gelesen habe! 😀
Bei vielen Covern sind die Bilder und Personen der Geschichten direkt wieder wie ein Film vor meinem inneren Auge aufgetaucht, weshalb mich mich definitiv nicht nur auf ein Buch reduzieren kann.
Versuchen wir es mal mit den Top 3? 🙂

„Der Augenblick ist das Einzige, was wir haben.“ Die Sturmschwester

DSC_0381Definitiv muss ich an dieser Stelle Rumo und die Wunder im Dunkeln erwähnen. Walter Moers ist einer der liebsten Autoren meines Verlobten, weshalb er mir immer wieder in den Ohren liegt, dass ich Bücher von ihm lesen soll. Als ich irgendwann mal „Die 13 1/2 Leben des Käptain Blaubär“ gelesen und leider so gar nicht überzeugt war, war das Thema für mich daher erstmal erledigt! 😀 Nach langem Hin und Her – und ich glaube nachdem ich eine Wette verloren habe?! – konnte er mich also dazu überreden „Rumo“ zu lesen. Und naja gut….er hatte Recht! 😉 Mal abgesehen vom unglaublichen Schreibstil Walter Moers, den ich immer wiedererkennen würde, schafft er es einen in eine wahnwitzige und verrückte Geschichte mitzunehmen. Man kann sich in jede noch so von ihm erschaffene verrückte Figur und Gestalt hineinversetzen und fiebert jeden Moment mit.
Ich kann diesen Fantasy-Roman nur jedem ans Herz legen, der in eine wundervolle magische Welt entführt werden möchte! 🙂

„Einen Rumo zu spielen bedeutete, einerseits, das Schicksal herauszufordern und alles – wirklich alles – zu riskieren. Andererseits versprach es die Möglichkeit eines haushohen Sieges. So kam Rumo zu seinem Namen.“ Rumo

Nina George Das Lavendelzimmer

 Ein weiterer besonderer Roman ist Das Lavendelzimmer. Mit diesem Buch habe ich das auf dem Balkon in der Sonne liegen und Hörbücher hören entdeckt. Während der ersten Sonnenstrahlen lag ich also bei uns auf dem Balkon und habe der Stimme von Richard Barenberg gelauscht. Jean Perdu mit seiner literarischen Apotheke und seiner teil dramatischen und melancholischen Geschichte hat mich von Anfang an bezaubert und zum Träumen gebracht. Obwohl es ziemlich einfach, wirklich nicht besonders schwer geschrieben ist, scheint es wie ein literarischer Singsang, der einen auf eine träumerische Reise mitnimmt. Nina George füttern einen im Laufe der Geschichte immer wieder mit wunderschönen Sprüchen, beiläufig gesagte Sätze, die einen zum Nachdenken anregen, einem keine andere Möglichkeit lassen als zwischen die Zeilen zu schauen und definitiv über das Lesen des Buchs hinausgehen, nicht so schnell los lassen.
Lest dieses Buch in den ersten Sonnenstrahlen im Frühling – das ist wunderbar! 🙂

„Ich frage mich, warum so viele Bücher über das Sterben geschrieben werden. Sterben kann jeder. Aber Leben…“ Das Lavendelzimmer

Die verbotene Zeit von Claire Winter Okay, ich hätte mich niemals auf Top 3 festlegen sollen! 😀
Aber gut, ich habe das Gefühl, dass das Buch Die verbotene Zeit noch nicht genug Aufmerksamkeit bekommen beziehungsweise, dass ich noch nicht ausreichend darüber gesprochen habe, weshalb ich dieses Buch als letztes Highlight des Jahres nennen möchte. Bei diesem Buch handelt es sich um einen Roman, in dem die Geschichten verschiedener Personen, aus unterschiedlichen Generationen miteinander in Verbindung stehen und miteinander verbunden sind. Zu Beginn war ich etwas skeptisch, da ich bereits so viele Bücher – und vor allem auch gute Bücher – dieser Art gelesen habe. Ich hatte befürchtet, dass dieses nichts Neues bieten und es nicht schaffen würde mich zu begeistern. Aber weit gefehlt! Dieses Buch hat mich binnen eines Augenblicks gepackt und nicht mehr los gelassen. Als Leser wird man im Laufe der Geschichte immer wieder von den Charakteren überrascht und fiebert über Generationen und Zeit hinweg mit. Claire Winters Schreibstil ist unglaublich präzise und prägnant, ich weiß nicht genau wie ich das genau in Worte fassen soll, aber sie bringt alles genau auf den Punkt ohne dabei komplizierte oder verschachtelte Sätze entstehen zu lassen. Besonders gut gefallen hat mir auch die in dem Buch verstrickte Liebesgeschichte, die jedoch nicht im Vordergrund stand, im Laufe der Geschichte eher eine unwichtige und nicht präsente Rolle gespielt hat und eigentlich erst am Ende des Buchs deutlicher benannt wird. Endlich hat es eine Autorin geschafft eine Liebesgeschichte zwischen zwei Personen im Laufe eines Buchs zu erschaffen, die trotz allem nicht die eigentliche Geschichte behindert oder diese sogar in den Hintergrund verdrängt.
Bitte einfach lesen!

„Diese Menschen sind so unglaublich stolz auf ihren Hass! Hass ist einfach und leicht auszudrücken. Liebe dagegen erfordert Mühe, Liebe verlangt etwas von jedem von uns. Liebe hat ihren Preis, das ist ihr Wert“ Die Königin der Schatten – Verbannt

Ich hatte ein ziemlich gutes Lesejahr. Auch wenn ich es nicht geschafft habe, meine 50 Bücher dieses Jahr zu lesen, war ich ja nah dran und vielleicht schaffe ich es ja nächstes Jahr! 😉

Auf bald,
Elli ❤

 

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