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Herzkatheter I

Heute ist es wieder so weit –  ein Herzkatheter steht auf dem Plan. Normalerweise werden diese bei mir alle 5 – 6 Jahre zur Kontrolle durchgeführt, um beispielsweise Undichtigkeiten, Blutflüsse oder -drücke genauer anschauen zu können. Schließlich kann man nicht alles im Ultraschall oder durch ein EKG erkennen.
Diesmal ist es aber schon ein bisschen was besonderes, da dies der erste Katheter mit meinem Mann ist. Ansonsten habe ich die ganzen Sachen immer mit meiner Mama zusammen gemacht, sodass wir nach über 20 Jahren natürlich schon ein perfekt eingespieltes Team sind. Wenn ich vor dem Katheter doch noch etwas nervös bin oder total motzig, weil ich es hasse nüchtern zu bleiben und nichts essen zu können, oder danach – noch halb sediert – irgendeinen peinlichen Quatsch vor mich hin labere oder zickig bin, weil ich endlich was ordentliches essen möchte, weiß meine Mama einfach immer, wie sie am Besten damit und mit mir umgehen muss! 😉
Auch dieses Mal kommt meine Mama natürlich vorbei und besucht mich, aber es ist das erste Mal, dass ich die Voruntersuchungen und eben auch den Katheter an sich ohne sie meistere.

Aber zuerst vielleicht ein kurzer Abriss, was ein Herzkatheter eigentlich ist:

Ein Herzkatheter ist ein minimalinvasiver Eingriff, bei dem ein kleiner, biegsamer Schlauch durch einen kleinen Schnitt in der Leiste durch ein Blutgefäß bis zum Herz geführt wird. Unterschieden wird hier in Links- und Rechtsherzkatheter, bei dem man jeweils in die linke oder die rechte Herzkammer bzw -funktion betrachten kann. Da ich keine – oder eine sehr verkümmerte – rechte Herzkammer besitze, wird bei mir immer ein Linksherz-Katheter durchgeführt.
Dieser Eingriff kann sowohl mit lokaler Betäubung, wenn der Patient beispielsweise zwischendurch die Luft anhalten muss oder Ähnliches, oder mit einer Sedation durchgeführt werden. (Persönlich glaube ich, dass bei mir bis jetzt nur Herzkatheter unter Sedation gemacht wurden)
Während des Herzkatheters können diverse Blutflüsse oder -drücke gemessen werden, nach Undichtigkeiten oder Verengungen geschaut werden. Dies passiert alles mit Hilfe von kleinen Gerätschaften, die sich in dem Schlauch befinden. Unter anderem eine Kamera zur Orientierung, oder auch diverse chirurgische Werkzeuge. Meistens werden hierbei auch Kontrastmittel gespritzt, welche dann ein genaues Bild der Blutflüsse liefern können.
Am Ende bekommt man dann einen Druckverband an der Eingriffsstelle und muss diese erstmal eine Weile ruhig halten.

So, das wars mit der Theorie und ich hoffe, dass ich mich halbwegs verständlich ausgedrückt habe! 😉

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So sehen übrigens Krankenhausaufenthalte mit meiner Mama aus! 😉

Auf jeden Fall gehts einen Tag vor der OP zu den diversen Voruntersuchungen in die Uniklinik und am Tag darauf wird man dann stationär aufgenommen und dann findet eben der Eingriff statt.
Ich denke und hoffe, dass ich die Tage nach dem Katheter Zeit finden werde, euch zu berichten, wie meiner erster Katheter ohne Mama, mit Ehemann und so abgelaufen ist und natürlich auch, was so die Ergebnisse sind.

Bis dahin,

Elli ❤

 

>> II – Tag der Voruntersuchungen

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Ein Kommentar zu „Herzkatheter I

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