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Herzkatheter IV – 1. Tag nach der OP

(SAMSTAG)
Meine Nacht war dann recht durchwachsen. Natürlich immernoch verhältnismäßig super, da ich ein Einzelzimmer hatte, aber ich hatte ziemlich große Schmerzen, sodass ich keine bequeme Position zum Schlafen finden konnte. Außerdem hatte ich gefühlt die ganze Nacht Durst, ich wollte aber nichts trinken, weil ich nicht schon wieder die Bettpfanne benutzen wollte…. Ich habe dann immer circa eineinhalb Stunden geschlafen, war dann wieder eine gute halbe Stunde wach (meistens immer passend zum automatischen Messen des Blutdrucks) und so ging das dann bis morgens wieder weiter! 😉

Ab 4:30 Uhr lang ich dann wach und habe auf halb sechs hingefiebert, weil das für mich der Start des „Morgens“ war an dem ich im besten Fall endlich wieder aufstehen und alleine auf die Toilette gehen kann! 😀 Gedacht, getan. Also habe ich mich gegen 5:30 Uhr wie im Luxusurlaub gefühlt, als ich endlich alleine Richtung Toilette humpeln konnte! 😉 Im Anschluss konnte dann auch meine Rückenlehne am Bett etwas höher gestellt werden und ich habe dann im Sitzen nochmal bis circa sieben Uhr geschlafen oder eher gedöst! 😛

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„Das erste Mal auf der Seite liegen nach der Op“- Happy Face

Gegen 7:00 Uhr kann dann eine Krankenschwester mit meinen Medikamenten und hat mir sogar schon meinen Verband abgemacht. Das war teilweise schon ziemlich schmerzhaft, weil Klebeverband in der Leistengegend schon nicht so angenehm ist. Aber gut, ich habe mich danach (mit nur noch einem Pflaster auf der Einstichstelle) total befreit gefühlt und konnte dann natürlich auch alle Farben des Regenbogens bewundern, die sich an manchen Stellen über meinem Oberschenkel ausgebreitet hatten! 😉

Um 8:00 Uhr kam dann das Frühstück und ich wurde auch noch von den letzten Infusionen (Heparin) und meinem Sättigungsmesser am Fuß befreit, sodass ich nur noch den Zugang hatte, der gezogen werden konnte, sobald der Arzt meine Entlassung bestätigt hatte. C hat in der Zeit schon alles in der Unterkunft zusammengepackt und kam dann gegen 9:00 Uhr und hat mir geholfen mich ein bisschen frisch zu machen, mich umzuziehen und hat mir sogar die Haare gekämmt (das ist manchmal je nach Position des Zugangs ziemlich schmerzhaft). Im Stundentakt ging es weiter, sodass gegen 10:00 Uhr der Arzt zur Visite kam und bestätigt hat, dass ich nach Hause kann. Mit wurde also endlich auch noch der Zugang gezogen und mir wurden noch ein paar Schmerzmittel für zu Hause mitgegeben! 🙂 Nachdem ich mich von den Schwestern verabschiedet und bei ihnen für ihre unglaublich liebevolle Pflege bedankt habe bin ich dann mit meinem Entlassungsbrief langsam Richtung Auto gehumpelt. 🙂

Was mir noch aufgefallen ist, dass fast alle Pflegerinnen total überrascht waren, wenn ich mich bei ihnen bedankt hatte, wenn sie kamen und mir geholfen haben. Finde ich persönlich total schade! Klar ist das ihr Job usw, aber dieser ist wirklich hart und ohne deren liebevolle und oftmals auch aufbauende und unterstützende Arbeit wären wir Patienten ziemlich aufgeschmissen. Ein Danke oder ein Lächeln ab und an finde ich daher mehr als angebracht! 🙂

Der Weg zum Auto kam mir gefühlt endlos vor und war, dadurch dass ich mein Bein nicht richtig strecken und belasten konnte, auch ziemlich schmerzhaft und ich habe auch ein paar Pausen auf dem Weg einlegen müssen, weil es mir vorkam wie Hochleistungssport! Angekommen war ich aber mega glücklich und C musste dann mein Katheterbein ins Auto heben, weil ich das noch nicht so ganz unter Kontrolle hatte. 😀 Im Auto war es dann schwer eine bequeme Position zu finden, sodass ich möglichst viel geschlafen habe. (Schlafen kann ich nämlich so ziemlich immer und überall! 😉 )

Nach guten zwei Stunden Fahrt waren wir gegen 13:00 Uhr endlich zu Hause und ich hatte drei Stockwerke Treppen vor mir. YAY! 😀 Das war vielleicht was. Ich kam wirklich nur sehr langsam voran, musste wieder viele Pausen einlegen und die letzte Etage kam ich kaum noch hoch, sodass C sich hinter mich gestellt und mich ein bisschen gehalten hat, damit ich im Zweifel weich gelandet wäre! 😉 Oben angekommen habe ich mich dann gleich in Kuschelsachen geschmissen (okay, viel mehr hat C mir in meine Kuschelsachen geholfen) und es mir dann halbwegs bequem auf dem Sofa gemacht. 🙂

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Mein Gute-Nacht-Bild an C aus dem Krankenzimmer

Den restlichen Tag haben wir dann nicht mehr viel gemacht. C hat unsere Koffer ausgeräumt und war einkaufen und wir haben sonst nur zusammen auf dem Sofa Fernsehen geschaut. Da hatte ich aber bereits ziemliche Schmerzen, musste meine Liegeposition viel verändern, aber jede Bewegung des Beins tat ziemlich weh. Daher sind wir dann auch recht früh ins Bett gegangen. Ich habe dann noch eine der Schmerztabletten aus dem Krankenhaus genommen, damit die Nacht bestenfalls schnell und schmerzfrei vorbeigeht und der nächste Tag dann vielleicht schmerzfreier ist.
Auch im Bett war es dann aber zunächst schwierig eine bequeme Position zu finden. C hat mir dann ein großes Sofakissen besorgt, auf dem ich mein Bein ablegen konnte. Dadurch konnte ich es dann bequem angewinkelt (konnte es nicht durchstrecken) und hochgelagert ablegen, sodass ich weniger Schmerzen hatte und auch die ganze Nacht durchschlafen konnte!! 🙂

>> III – OP-Tag

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